5. Dezember 2010

Echte Italiener

Ich habe es getan. Ich habe Plätzchen gebacken - und was für welche! Ich gebe zu, ich bin ein Wiederholungstäter. Die letzte Aktion dieser Art ist zwar ein Jahr her, aber es hat mich doch wieder gepackt. Bei Seufzer-Keksen (Sospiri) kann ich nicht widerstehen. Ich stifte euch alle jetzt mal zur Mittäterschaft an. Die sind nämlich gar nicht schwer herzustellen.

Die Zutatenliste:
400g geschälte Mandeln, mein Tipp: ungeschälte kaufen, in kochendes Wasser schütten, einmal kurz aufkochen lassen, dann löst sich die braune Schale vom Kern, abschütten und den Kern rausschnippsen (die Mandeln hüpfen dabei oft lustig durch die Küche).
300g feiner weißer Zucker, ich nehme selbst gemachten Vanillezucker. Dazu eine ausgekratze Vanilleschote im Zuckertopf mit lagern (muss man ja nicht wegwerfen, nachdem man mit dem Mark aus Pudding Bayrisch Creme gemacht hat), alternativ tut es auch ein zusätzliches Päckchen Vanillezucker.
abgeriebene Schale von einer halben Biozitrone, hier schummele ich gerne und nehme ein Päckchen fertige vom Dr. Oe.
1 Teelöffel flüssiger Honig
2 Eiweiß (von kleinen Eiern)
Puderzucker zum Bestäuben

Die Herstellung:
Mandeln und Zucker gemeinsam im Blitzhacker schön fein hacken, das ergibt dann "Marzipan".

Zitronenschale, Honig und Eiweiß mit dem Knethaken des Handrührers zu einer Masse kneten (na ja, ich liebe meine Kitchen Aid, da kommt das alles rein und los).

Den Backofen auf 160, Umluft auf 140 Grad vorheizen (wer Gas hat: Stufe 2). Unbedingt gut vorheizen, dass die Temperatur die ganze Zeit konstant ist.

Marzipanteig mit den Händen zu etwa kirschgroßen Kugeln rollen. Meine Kirschen sind immer ganz schön groß, aber mein Tipp: nicht zu groß werden lassen, sonst funktioniert es nicht. Und noch ein Tipp: wenn der Teig zu klebrig ist entweder erstmal in den Kühlschrank stellen oder etwas Puderzucker in die Handflächen nehmen, dann lässt er sich gut rollen.

Aufs Backpapier setzen und ca. 3cm Abstand gönnen. Mit den Fingern etwas flach drücken.

Dann geht es ab in den Ofen für etwa zwanzig Minuten. Die Sospiri sollen nicht braun werden.
Nach dem Herausnehmen etwas ruhen lassen und dann mit Puderzucker bestäuben. erst auskühlen lassen und dann vom Blech nehmen. Nach dem Ofengang sind die nämlich noch weich und zerbrechlich.


Wenn sie fertig sind, sind sie außen hauchdünn knusprig und innen wunderbar weich. Und sie sind sündhaft lecker. Hach, ein Seufzer. Pro Stück 60kcal. Frohe Weihnachten!

6 Kommentare:

  1. Oh ,da geht mir das Herz auf.Ich kann schon beinahe den Duft riechen.Schade,daß Du so weit weg wohnst.
    Einen wunderbaren Adventssonntag wünscht Dir Sabine

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  2. Hm ... lecker!!!!!

    Lieben Adventsgruß
    Bina

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  3. Oja die sehen zum Anbeißen gut aus, das war whl das deutsche backwochenende? Les ich bei vielen Bloggern heute.

    LG Shoushou

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  4. Oh whow... ich sabber ja jetzt schon vom Anblick und von deiner tollen Beschreibung. Es wäre wohl eher eine Sünde, diese tollen Kügelchen nicht zu backen!! Allerdings würde es wohl eine Herausforderung für mich, denn wie in meinem letzten Post beschrieben.. ähämm.. ich bin da eher backfaul ☺
    Ganz liebe Grüße von Emma, die sich aber dennoch das Rezept kopieren wird.. Für alle Fälle..

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  5. Unser Backnachmittag ist geschrumpft. ABer die Kekse sind toll geworden (frag deinen Mann, der hat eine Preview bekommen)... Aber unsere sind pink. und bunt. ;) Wie sich das für echte Weihnachtskekse gehört! :)

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  6. Oh wie himmlisch schön! Sospiri kannte ich noch nicht als Plätzchen. In der Musik gibt es das Sospiro, ein Aufseufzen, den Hauch einer Pause.
    Mmmh, jetzt eine Kaffeepause mit einem Deiner Seufzer. Das wär's!

    Liebe Grüße
    Nikola

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