10. August 2011

Das ewige Leben

Bis hierhin habe ich es also geschafft. Ich verkünde zwar seit ein paar Jahren, ich sei eine Frau von fast fünfzig, aber nun bin ich in Regionen, wo das stimmt. Die Kinder sind aus dem Haus und man beschäftigt sich mit sich selbst, fängt vielleicht noch mal was Neues an, entstaubt alte Verflechtungen und knüpft andere. Man hat genügend Erinnerungen zum Sortieren und neu bewerten und noch genug Leben vor sich, um völlig anders durch zu starten. Und man hat was geschafft. Die Halbzeitbilanz sieht gut aus, es steht jedenfalls deutlich mehr auf der Haben-Seite als bei den Schulden. Ich weiß, was ich kann und ich will nicht mehr alles sofort, sondern nur noch was wichtig ist und das zur richtigen Zeit.

Mit Leben und Sterben, Gesundheit und Krankheit, Sieg und Niederlagen beschäftigen sich viele Bücher dieses Jahrzehnts. Dabei muss das weder pathetisch noch mit dem erhobenen Zeigefinger geschehen. Tief bewegt war ich von einer Familienchronik der anderen Art, so ganz anders als bei den "Buddenbrooks". Vielleicht weil es im Hier und Jetzt spielt und meine eigenen Erfahrungen spiegelt, ist mir Katharina Hagenas  "Der Geschmack von Apfelkernen" so ans Herz gegangen. Gleich nach dem Lesen hab ich euch schon einmal davon berichtet.

... und außerdem noch: Katherine Neville "Das Montglanspiel". Auf der Jagd nach dem "el exir" stellt sich die Frage: Wollen wir wirklich das ewige Leben?

So. Das waren sie, meine Jahrzehntebücher. Nun ja, zumindest eine kleine Auswahl davon. Und ihr so? Welches Buch ist denn euer Favorit?

11 Kommentare:

  1. Ich habe ja noch nicht so viele... "Tims Briefe" und heute ist mir eingefallen, dass ich sehr bewegt von "Meine Zeit mit Anne Frank" von Miep Gies war. Vielleicht mache ich da mal einen eigenen Post drüber.

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  2. Der Geschmack von Apfelkernen möchte ich unbedingt auch noch lesen.

    LG

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  3. Nur ich les' grad in meiner neue Fibel :>

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  4. Danke für den Tipp, hab' die "Apfelkerne" direkt auf's iPod geladen und bin sehr gespannt :)

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  5. Ich finde "furchtbar lieb" von HELEN FITZ GERALD einfach genial.Dieses Buch kann man einfach nicht mehr aus der Hand legen, wenn man mal angefangen hat zu lesen.

    LG Maelle

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  6. Katherine Neville "Das Montglanspiel" ist mein Favorit. Habe irgendwo gelesen, dass es eine Fortsetzung gibt.
    Liebe Abendgrüße sendet
    Irmi

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  7. @MsPittili: Was, nicht die wilden Hühner?

    @Manu: Tu das unbedingt - und lass dich nicht von den ersten Seiten schrecken, es geht langsam los, steigert sich schnell und endet furios!

    @Pieps: Das ist gut! Und wenn du damit durch bist, guckste mal in eine Bibliothek, was dir sonst noch so gefällt.

    @Ursula: Ich kann mit Hörbüchern gar nicht, liegt daran, dass ich ein absolut visueller Typ bin und ausschließlich gehörtes nur ganz schwer aufnehmen kann (z.B.: ich hasse das Telefon und liebe die Mail).

    @Maelle: Das kenne ich gar nicht, muss ich doch gleich mal raus suchen.

    @Irmi: Ja, das ist toll. Ich habe lange überlegt, welches der beiden Bücher hier genannt wird und welches und außerdem noch. Es hätte auch anders herum sein können. Ich war auch schwer beeindruckt und hab es schon mehrfach gelesen. In diesem Jahr im Urlaub in Sügfrankreich war ich ganz oft im Montglanspiel- wir waren in so vielen Klöstern. Und im Geburtshaus des ersten Bernadottenkönigs von Schweden kam ich auch gleich wieder drauf, weil der doch eng verbunden war mit Napoleon.

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  8. Ursula Currywurst10. August 2011 22:05

    Ups, Missverständnis. Das ist kein Hörbuch, ich habe es als eBook runter geladen :)

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  9. Mein Lieblingsbuch wechselt und hat immer nur so lange Bestand, bis ich ein Besseres gelesen habe. Seit einem Jahr ist es nun "The White Tiger" - eine Geschichte ähnlich wie vom Tellerwäscher vom Millionär, aber mit Schauplatz in Indien und überhaupt viel sympathischer und wahrer noch dazu. Als ich letztes Jahr in Indien war und es während der langen Zugfahrten gelesen habe, habe ich jede Sekunde nur gedacht: Ja stimmt, so läuft's hier. Viel zu Lachen gab's aber auch.

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  10. Ich bin und bleibe was Bücher angeht allerdings doch bei Fontane hängen, jedoch bei Effi Briest, kann dir nicht sagen warum, aber ich finde den Roman umwerfend, habs auch schon als Theaterstück gesehen und es ergreift mich immer wieder, vielleicht bin ich da auch altmodisch, aber das ist mein Lieblingsbuch

    LG Shoushou

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  11. @Ursula: i-Pod oder i-Pad ist doch egal, Hauptsache was zu lesen ;).

    @Ute: Und wenn du dann immer wieder auf eins zurück kommst, dann ist das das Buch deines Lebens.

    @Shoushou: Das ist ein weites Feld. Ja, die Effi mag ich auch. Allerdings die Anna, also die Karenina, noch viel lieber.

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